Intensive Nutzung unserer Wälder
Seit die Wälder systematisch maschinell durchforstet werden, bleibt die Ökologie weitgehend aussen vor. Und seit viele glauben, Holz sei erneuerbare und damit klimafreundliche Energie, werden sie zudem vielerorts stark übernutzt.
Längenberg/Merishausen-Schaffhausen, 2026, nach systematischer Durchforstung vor ca. 3 Jahren
Durst im Wald
Das eigentliche Binnenklima unserer Buchenmischwälder ist frisch, kühl, feucht und schattig. Dieses Mikro- oder Binnenklima ist für diese Waldgemeinschaft natürlich und wesentlich; sie ist die Lebensgrundlage aller mit ihr vergesellschafteten Pflanzen und Tiere. Wenn dieses waldtypische Mikroklima intakt ist, bleibt der Wald fruchtbar, gesund, stark und widerstandsfähig.
Das Fällen der mächtigen, alten Buchen führte zu einer starken Auslichtung vieler Wälder und damit zur weitgehenden Zerstörung des natürlichen Wald-Binnenklimas. Die meisten Wälder sind heute lichtdurchflutet, trocken und warm.
Das wird das Sterben der schattenliebenden Bäume, Pflanzen und Tiere nach sich ziehen. Und die Austrocknung der Erde vorantreiben.
Waldumbau
Dass die Wälder licht und trocken werden, ist von jenen gewollt, die den Wald umbauen wollen. Man glaubt, der Klimaerwärmung beizukommen, indem man trocken- und wärmeresistente Bäume pflanzt. Dass man damit sowohl die kühlenden Wälder vernichtet, als auch die Klimaerwärmung antreibt, scheint kein Thema zu sein.
Evolution
Der schweizweit geförderte Waldumbau nimmt eine Entwicklung vorweg, von der niemand weiss, wie sie stattfinden wird. Dabei bleibt jeder Waldumbau der Evolution vorbehalten, jener stetigen Entwicklung, die seit eh die Dinge wachsen, gedeihen und vergehen lässt.