Der Dauerwald ist ein Kontinuum.

Der ist ein Mehrgenerationenwald, vom Sämling bis zum Methusalem. Alle Baumalter vertreten. «Die Holznutzung orientiert sich an der «Stetigkeit des Waldwesens als lebendem Organismus». (Wikipedia)

(Schaaren 50967)

Der Wald besteht seit Millionen von Jahren. Seine Entwicklung ist ständig üblichen und unüblichen Belastungen ausgesetzt. Er erneuert sich stetig und aus eigener Kraft. Seine Anpassung läuft ununterbrochen fort und fort und fort.

Ein Dauerwald - auch Plenterwald genannt - besteht aus einer Vielfalt an verschiedenen Baumarten. Es gibt von allen Baumarten alle Altersstufen; vom winzigen Keimling, über den Jungbaum zum kräftigen mächtigen reifen Baum, bis hin zum Baummethusalem und zum zerfallenden Totholz.

Ein Dauerwald ist ein sehr vielfältiges, biodiverses Ökosystem mit einem geschlossenen Kronendach. So bleibt sein Binnenklima erhalten. In diesem ureigenen Mikroklima sind Flora und Fauna wohl und der Wald ist und bleibt fruchtbar.

Der Boden ist dauernd bedeckt mit Totholz, Pilzen, Blättern. Mit Blumen, Gräsern, Kräutern, Sträuchern. Der Wald bietet so immer ein schönes, vielfältiges und reichhaltiges Bild.

Der Waldboden ist locker und porös. Er ist voller Luft und Wasser. In seinen Hohlräumen leben tausende und abertausende von Bodenlebewesen. Durch ihre Mägen geht der ganze Wald; Blätter, Äste, Samen, Nüsse. Ihre Ausscheidungen bilden wiederum den fruchtbaren Humus.

Ein riesiges unterirdisches Pilzfasernetz verbindet die Bäume und Pflanzen untereinander. Über dieses Netz kommunizieren sie und tauschen Nährstoffe und Wasser aus.

Ein Dauerwald ist ein sehr beeindruckendes und unendlich fruchtbares und befruchtendes Miteinander und Füreinander an pflanzlichen und tierischen Lebensformen.

Ein Dauerwald ist ein Beispiel für eine funktionierende Gemeinschaft, von der wir viel lernen können.