Klimakrise im Wald

Das waldtypische Binnen- oder Mikroklima ist das Wohlfühlklima des Waldes. Starke Durchforstungen stören es empfindlich.

Das Binnenklima unserer Buchenmischwälder ist frisch, kühl, feucht und schattig. Dieses Mikro- oder Binnenklima ist für die Waldgemeinschaft wesentlich. Es ist sein Wohlfühlklima, seine Lebensgrundlage. Wenn dieses waldtypische Mikroklima intakt ist, bleibt der Wald fruchtbar, gesund, stark und wiederstandsfähig.

Starke Durchforstungen stören des Binnenklima und belasten die Wälder. Unsere einheimischen Buchenwälder sind dadurch heute unmittelbar bedroht.

Was bewirken Störungen des Mikroklimas?

Störungen des Mikroklimas, schwächen die Anpassungsfähigkeit der Bäume und lassen sie leichter krank werden und vorzeitig absterben.

Das führt zu einem unmittelbaren Verlust von Wald und von waldspezifischer pflanzlicher und tierischer Biodiversität.

Störungen des Mikroklimas verändern das Bodenmikrobiom dh. die Besiedelung der Erde mit ihrem standortgemässen und waldtypischen Bodenlebewesen. Diese sind die Basis für einen fruchtbaren Wald.

Aufforstungen fremder Bäume verändern ebenfalls das Mikroklima. Sie verdrängen die einheimische Flora und Fauna und führt zur nachfolgenden Besiedelung mit fremdländischen Pflanzen, sog. Neophyten.

Starke Durchforstungen führen zur Erwärmung der Wälder und verstärken damit Klimaerwärmung.

Trockene und schüttere Wälder verschärfen den Wassermangel und verändern das Wetter und die Winde.

Junge Wälder speichern nur wenig CO2.

Fazit:

Die aktuelle Waldbewirtschaftung nimmt kaum Rücksicht auf das Binnenklima der Wälder. Das gefährdet ihre Gesundheit und Anpassungsfähigkeit. Zudem fördert dies den Verlust der Biodiversität und heizt die Klimaerwärmung an.