Grüner Kolonialismus

Energiewende auf wessen Kosten?

Die Energiewende gilt als Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise.

Für diese Energiewende braucht es Ressourcen und Energie. Der Kampf um diese nicht erneuerbaren Rohstoffe ist voll entbrannt. Er ist oft genug Hintergrund vieler Kriege und Konflikte in der Welt.

«Grüne Technologien" setzen koloniales Denken und Verhalten fort. So folgt der Abbau dieser Rohstoffe den altbekannten Mustern von Ausbeutung.

Statt Öl, werden heute Rohstoffe, aber auch Wind, Sonne oder Wasserstoff aus dem globalen Süden geholt. Die Menschen vor Ort haben kein Mitspracherecht und keine Teilhabe. Nicht selten werden sie bekämpft, bedroht, vertrieben. Die Lebensgrundlagen ganzer Gesellschaften und Kulturen werden bedroht.

Buch Grüner Kolonialismus - kritische Auseinandersetzung mit Klimaschutz auf Kosten des globalen Südens

Wie schrecklich das aussehen kann, zeigt sich an den Beispielen der indonesischen Inseln Sulawesi und Halmahera.

Sulawesi Indonesien - Umweltzerstörung durch Nickel-Abbau für Elektromobilität und grüne Energiewende

Um die Rohstoffe abzubauen wird Kohle verbrannt. Für den Abtransport der Rohstoffe sind Strassen und Flughäfen gebaut worden. Anstelle der ehemaligen Fischereigebieten gibt es heute Häfen, um per Schiff den Nickel nach Europa zu transportieren.

Land und Leute werden schwer vergiftet, die Gesellschaften ihrer Lebengrundlagen beraubt.

Und der Regenwald verschwindet im Zeitraffertempo

https://www.regenwald.org/regenwaldreport/2024/651/kein-nickel-fuer-e-autos-die-starken-frauen-von-sulawesi