Klima- und Umweltkrise neu denken
Glaubenssätze korrigieren
Um die Klimakrise zu bewältigen hat sich ein globaler Konsens etabliert, der die Umstellung der Energiesysteme von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien vorsieht. Diese Energiewende hat zum Ziel, durch Elektrifizierung und Digitalisierung die CO2-Emmissionen zu reduzieren.
Netto-Null bis 2050
Netto-Null bedeutet, dass alle durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen durch Reduktionsmaßnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen. Damit wäre die Menschheit klimaneutral und die globale Temperatur würde sich stabilisieren.
Diese Sichtweise macht uns glauben, dass allein die fossilen Brennstoffe, welche CO2-Emissionen verursachen, für die Klimakrise verantwortlich sind. Diese Forderung macht uns auch glauben, dass Netto Null möglich ist – obwohl wir nach jeder internationalen Klimakonferenz enttäuschter zurückbleiben.
Was unberücksichtigt bleibt
Für die Natur ist Kohlenstoff, sozusagen ein Grundnahrungsmittel: C02 + Wasser + Sonnenlicht = Photosynthese. Funktionierende Kohlenstoffkreisläufe sind die Basis für funktionierende Ökosysteme. Und funktionierende Ökosysteme stabilisieren wiederum das Klima und die Wasserkreisläufe. Funktionierende Ökosysteme erhalten auch die Artenvielfalt.
Zerstörte Kohlenstoffkreisläufe
Nun haben die Zerstörungen von intakten Ökosystemen rund um den Globus, viele funktionierende Kohlenstoffkreisläufe geschädigt. Allein die exzessive Nutzung von Wald und das Fällen der alten Bäume hat riesige CO2-Speicher vernichtet. Weitere Verzerrungen entstehen durch das Ausblenden der Landnutzungsänderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte, wie z.B. Ackerland statt Moore, Aufforstungen statt Wald, Wasserkraftwerke statt frei fliessende Gewässer, Autobahnen statt Landwirtschaftsland, Zersiedelung statt atmende Erde, Solaranlagen statt Blumenwiesen und ähnliches. Auch die Degeneration landwirtschaftlich genutzter Erde und die Verdichtung der Waldböden tragen viel zu diesem Zuviel an CO2 in der Atmosphäre bei. Gerade degenerierte Böden speichern nicht nur kein CO2 mehr, sondern scheiden selber noch klimaschädliche Emissionen aus.
Wenn wir den Blick öffnen, sehen wir, dass wir die Krise nicht auf die fossilen Brennstoffe reduzieren sollten.
Die Aufmerksamkeit verlegen!

«Unabhängig davon, ob wir die Emissionen reduzieren, wird sich die Klimaerwärmung weiter verschlimmern, solange wir nicht die Ökosysteme auf allen Ebenen wieder regenerieren», sagt Charles Eisenstein in seinem lesenswerten Buch: KLIMA.
Krise in Chance ummünzen
Richten wir den Blick auf unsere unmittelbaren Lebensgrundlagen, auf unsere Natur, auf den Wald, auf die Bäume und Blumenwiesen, auf das Wasser und die Erde ebenso, wie auf die Tiere und auch auf uns Menschen, dann können wir die Krise mit anderen Augen betrachten. Wenn wir die Fürsorge für unsere Mitwelt und die Liebe zum Leben in den Fokus nehmen, können wir in unserem Umfeld viel Gutes tun.
Wir können das Beherrschen der Natur wandeln und uns wieder eingliedern in die Familie allen Lebens. Daraus kann sich eine soziale Gesundung entwickeln, die uns aus der Krise führt.
Ideen gesucht?
Schauen Sie, wo in Ihrem Quartier die schönen Bäume stehen. Reinigen Sie seine Baumscheibe und sähen Sie allenfalls ein paar Blumen ein. Bewahren Sie Bäume vor dem Fällen. Motivieren Sie Ihren Nachbarn seinen Steingarten zu renaturieren. Setzen Sie sich bei Ihrem Förster für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Schränken Sie Ihren persönlichen Konsum ein. Vermeiden Sie Wegwerfpapier. Essen Sie weniger Fleisch, viele Monokulturen auf der Welt werden sich bald nicht mehr rechnen und verschwinden.
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